Sexualität ist ein zentraler Bestandteil menschlicher Identität, der oft mit Unsicherheiten, Tabus und gesellschaftlichen Normen verbunden ist. Sie beeinflusst nicht nur unser Selbstbild und unsere Beziehungen, sondern auch den Umgang miteinander in verschiedenen Lebensbereichen. Für Freiwillige ist es besonders wichtig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um eine offene, wertschätzende und diskriminierungsfreie Atmosphäre zu schaffen. Ein fundiertes Verständnis von Sexualität, Geschlechtervielfalt und Einverständnis trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und ein respektvolles Miteinander zu fördern.

Angebotene Formate

Meine Seminare zum Thema Sexualität werden online in zwei Formaten angeboten:

3-stündiges Seminar: Ein kompakter Einstieg in die Themen Geschlechtervielfalt, Consent, Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten. Zudem werden Anlaufstellen für Betroffene sexualisierter Gewalt vorgestellt.

2-tägiger Workshop (2x 6 Stunden): Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Sexualität und Geschlecht, ergänzt durch Themen wie queere Geschichte, Diskriminierung, Körperbild, Umgang mit Ablehnung, Pornografie und weiterführende Handlungsmöglichkeiten. Reflexion und praktische Übungen stehen im Fokus.

Warum ein längeres Format wählen?

Der 2-tägige Workshop ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Themen. Durch die zusätzliche Zeit können komplexe Inhalte intensiver bearbeitet, persönliche Reflexionsprozesse angestoßen und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Praktische Übungen und Diskussionen unterstützen eine nachhaltige Sensibilisierung.

Warum ist das Online-Format sinnvoll?

Sexualität ist ein sensibles Thema, das bei vielen Menschen mit Scham, Unsicherheiten oder der Sorge vor Bewertung verbunden sein kann. Besonders in dieser Altersgruppe fällt es oft schwer, persönliche Fragen zu stellen oder eigene Perspektiven zu teilen. Ein Online-Format bietet hier mehr Anonymität und damit eine niedrigere Hemmschwelle für Austausch und Nachfragen. Gleichzeitig ermöglicht das eigene Zuhause einen geschützten, sicheren Ort für alle Teilnehmenden, fernab von direkter Peer-Dynamik, sodass jede*r im eigenen Tempo und mit individuell empfundenem Sicherheitsgefühl am Seminar teilnehmen kann.

3 Stunden

2 Tage (2x 6 Stunden)


Inhalte

  • Erwartungen
  • Genderbreadperson
  • Einverständnis
  • Verhütung
  • Geschlechtskrankheiten
  • Anlaufstellen
  • Ausstieg

Tag 1:

  • Einstieg
  • Eigene Ressourcen
  • Genderbreadperson 
  • Queere Geschichte
  • Diskriminierung 
  • Eigener Handlungsspielraum 
  • kurze Tagesreflexion

Tag 2:

  • Einstieg
  • Selbstwertgefühl und Körperbild
  • Einverständnis
  • Umgang mit Kritik und Ablehnung
  • Verhütung
  • sexuell übertragbare Krankheiten
  • Pornografie
  • Anlaufstellen
  • Ausstieg

Lernziele

Die Teilnehmer*innen erfahren, dass Sexualität und Gender komplexe, vielschichtige und sehr persönliche Bereiche des menschlichen Lebens sind. Dabei wird vermittelt, wie unterschiedlich Menschen ihre geschlechtliche Identität, ihre Orientierung und ihre individuellen Bedürfnisse erleben können. Ein zentraler Teil des Seminars widmet sich dem Thema Einverständnis: Es wird umfassend erläutert, was Zustimmung im sexuellen Kontext bedeutet, wie man sie klar kommuniziert und in welchen Situationen besondere Aufmerksamkeit notwendig ist, um Grenzen zu respektieren. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer*innen einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten der Verhütung. Sie lernen, welche Methoden es gibt und welche davon sowohl vor ungewollten Schwangerschaften als auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Dabei wird auch besprochen, wie man verantwortungsvoll mit Risiken umgeht und sich selbst sowie andere bestmöglich schützt. Zum Abschluss werden Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene sexueller Gewalt vorgestellt. Ziel ist es, den Teilnehmer*innen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln und ihnen zu zeigen, dass sie in schwierigen oder belastenden Situationen nicht alleine sind und jederzeit Hilfe in Anspruch nehmen können.

Tag 1:
Die Teilnehmer*innen lernen, dass Sexualität und Geschlecht vielfältig sind, mit Fokus auf queere Perspektiven. Die Genderbread Person vermittelt zentrale Begriffe. Ein Einblick in die queere Geschichte zeigt, dass queere Lebensrealitäten keine moderne Erscheinung sind. Es wird erläutert, wie Diskriminierung queerer Menschen aussieht und welche Handlungsoptionen dagegen bestehen. Zudem reflektieren die Teilnehmer*innen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten, um diskriminierungssensibles Verhalten zu fördern. Der Tag endet mit einer kurzen Reflexion.

Tag 2:
Nach einer Einstiegsrunde werden Selbstwertgefühl und Körperbild reflektiert. Anschließend wird die Bedeutung von Einverständnis besprochen, sowohl rechtlich als auch moralisch. Ein kurzer Input behandelt den Umgang mit Kritik und Ablehnung, gefolgt von einer Einführung in die Vielfalt der Verhütungsmethoden und den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten (STIs). Daraufhin setzen sich die Teilnehmer*innen kritisch mit Pornografie auseinander. Abschließend werden Anlaufstellen vorgestellt, bevor das Seminar mit einer Reflexion und einem gemeinsamen Ausstieg endet.


Preise

100€

400€


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